Ein Projekt, das Himmel und Erde miteinander verbindet: Zehn Jahre Kirche im Nationalpark (KiNa)

Neuhütten-Muhl – „Kirche im Nationalpark ist für mich ein segensreiches ökumenisches Projekt, das immer mehr Himmel und Erde miteinander verbindet“ – so brachte es Bischofsvikar Dr. Ulrich von Plettenberg anlässlich der Feier zum 10-jährigen Jubiläum der Kirche im Nationalpark (KiNa) auf den Punkt. Im Rahmen eines stimmungsvollen Festes kamen am Freitag, 2. Oktober 2026, zahlreiche Gäste aus nah und fern rund um die Nationalparkkirche in Neuhütten-Muhl zusammen und feierten das vor zehn Jahren von evangelischer und katholischer Kirche gegründete ökumenische Projekt mit dem Ziel, Gottes Schöpfung auf eindrückliche Weise erfahrbar zu machen und sie zu bewahren. „Deshalb engagieren wir uns von Anfang an als Kirche im Nationalpark“, betonte Dr. Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, in seiner Predigt im Festgottesdienst in der Nationalparkkirche. „Weil wir mit dazu beitragen wollen, dass unsere Natur in unserer Heimat erhalten bleibt.“
Getragen wird KiNa vom Pastoralen Raum Hermeskeil, dem Pastoralen Raum Idar-Oberstein, dem Pastoralen Raum Tholey, dem Evangelischen Kirchenkreis Trier sowie dem Evangelischen Kirchenkreis Obere Nahe – und insbesondere auch von einem engagierten Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen. Mit einem vielfältigen Angebot an Veranstaltungen – von Gottesdiensten unter freiem Himmel oder in der Nationalparkkirche, über Pilgerwanderungen, musikalischen Events und Ausstellungen, bis hin zu Gesprächen mit Gästen aus aller Welt oder auch in stillen Momenten am Wegesrand – zeigt das Team der KiNa rund um Pastoralreferent Claus Wettmann (Pastoraler Raum Idar-Oberstein), Gemeindereferentin Gerlinde Paulus-Linn (Pastoraler Raum Hermeskeil), Kerstin Leonhard (Pastoraler Raum Tholey), Anne Speicher (Nationalparkamt), Pfarrer Arndt Fastenrath (Evangelischer Kirchenkreis Obere Nahe), Gabi und Peter Kretz sowie Bernd Schmitt (Neuhütten-Muhl), was Kirche im Nationalpark ausmacht: „Menschen in der Natur zu zeigen, warum es so wichtig ist, die Schöpfung zu bewahren“, fasste es Anne Speicher vom Nationalparkamt treffend zusammen. Für Superintendent Dr. Jörg Weber war zudem klar: „Kirche im Nationalpark – das ist ein wunderbares ökumenisches Engagement im Nationalpark!“
Gott in der Natur nahe sein
Für Gerlinde Paulus-Linn ist die KiNa zudem auch ein Ort, „um Gott in der Natur nahe zu sein“. Dies zeigten nicht nur die gut besuchten spirituellen Angebote, wie zum Beispiel das von ihr angebotene Taizé-Gebet, welches im Winter von November bis März immer am 3. Freitag im Monat um 18 Uhr stattfindet. Auch Gabi Kretz, langjährige Ehrenamtliche im Team KiNa, konnte das nur bestätigen: „KiNa ist für mich Spiritualität, verbunden mit Natur und Leben!“
Besonders wichtig und schön sei dabei eben auch das große Engagement der Ehrenamtlichen, ohne die es Kirche im Nationalpark so nicht geben würde, so Paulus-Linn. Und wer einmal bei KiNa dabei war, bleibe dem Projekt auch treu – wie Willi Zimmermann, viele Jahre Förster und Mitarbeiter des Nationalparkamtes, und auch Pfarrerin i.R. Elke Füllmann-Ostertag, Gründungsmitglied der KiNa, und beide der KiNa bis heute sehr verbunden.
Und noch etwas ist Paulus-Linn wichtig: Sie schätze auch am Projekt KiNa, dass es „offen ist für jede und jeden unabhängig von Religions- und Konfessionszugehörigkeit und dadurch Menschen anspricht, die sich in unseren Kerngemeinden so nicht mehr finden“.
Weggefährten auf den Wegen der Schöpfung
Zehn Jahre – dass diese lange Zeit dem Engagement und der Freude am gemeinsamen Projekt keinen Abbruch getan haben, betonte Claus Wettmann: „KiNa ist ein ganz besonderes Projekt, dass mir auch nach 10 Jahren immer noch viel Spaß macht und das von seiner ökumenischen Weggemeinschaft lebt.“ Diese Weggemeinschaft, die Weggefährten seien mit das Entscheidende bei dem „Erfolgsprojekt KiNa“: „Auch vor zehn Jahren gab es Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, weil sie das gleiche Ziel hatten: In den Nationalpark kirchliches Engagement einzubringen, zur Bewahrung der Schöpfung“, so Claus Wettmann.
Festgottesdienst in der Nationalparkkirche
Superintendent Weber dankte ausdrücklich allen, die sich in diesen vergangenen zehn Jahren für KiNa engagiert haben, denn „dieser Einsatz ist uns allen ein Herzensanliegen für die Bewahrung der Schöpfung.“ Weber erinnerte in seiner Predigt auch an das Wasser der Quellen im Nationalpark, das vor allem durch den diesjährigen Hitzesommer noch einmal eine besondere Bedeutung gewonnen habe: „Wir brauchen Wasser, um zu leben. Die Quellen, aus denen es stammt, stillen unseren Durst. Und Gott, als Quelle des Lebens, als Schöpfer der Welt, stillt unseren anderen Durst nach Leben – und das auf spirituelle Weise. Er schenkt uns Stärke für unseren Alltag. Auch das kann man hier in der Kirche im Nationalpark erleben.“
Abschließend überbrachte Assessor Pfarrer Arndt Fastenrath vom Evangelischen Kirchenkreis Obere Nahe Grüße und Dank auch im Namen von Superintendentin Jutta Walber – und betonte: „Kirche im Nationalpark ist für mich ganz persönlich die Möglichkeit, mich selbst und mein Glaubensleben zu erden – und eine wunderbare ökumenische Weggemeinschaft.“
Der Festgottesdienst in der Nationalparkkirche wurde gestaltet von Superintendent Dr. Jörg Weber, Bischofsvikar Dr. Ulrich von Plettenberg, Gemeindereferentin Gerlinde Paulus-Linn, Pastoralreferent Claus Wettmann, Anne Speicher und Gabi Kretz. Musikalisch begleite der Singkreis Primstal aus dem Pastoralen Raum Tholey die Feier.
Veranstaltungshinweis:
Wer noch mehr zur Entstehung und Geschichte der Kirche im Nationalpark erfahren möchte, ist herzlich eingeladen: Die Nationalpark-Akademie lädt zu einem Vortrag ein, in dem das Team von „Kirche im Nationalpark“ seine Arbeit der vergangenen zehn Jahre vorstellt und einen Ausblick auf die nächsten Projekte wagt: Am Montag, 23. November 2026, in der Nationalparkakademie.
Mehr Infos wie auch das aktuelle Programm finden Sie auf der Webseite der KiNa: www.nationalparkkirche.de
