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Zwischen Hoffnung und Neuanfang

Ein geistlicher Impuls von Frau Gemeindereferentin Anna Rolinger
mehrere blühende Osterglocken in hellem Sonnenlicht
Datum:
30. März 2026
Von:
Anna Rolinger

Der April fühlt sich oft an wie ein Neuanfang. Die Tage sind schon wieder heller und länger, die Luft milder, überall zeigt sich neues Leben. Was eben noch kahl und grau war, beginnt zu blühen und wird bunt. Der Frühling erinnert uns daran, dass Veränderung möglich ist. Neues kann immer wieder wachsen.

In diesem Monat feiern wir auch Ostern. Und Ostern erzählt genau davon. Es ist die starke Botschaft, dass nicht Dunkelheit und Angst das letzte Wort haben. Nicht das, was uns niederdrückt und uns Angst macht. Nicht das, was uns lähmt. Sondern das Leben. Die Hoffnung. Der Neuanfang.

Gerade in unserer aktuellen Zeit, berührt mich das besonders. Wenn wir auf die Welt schauen, sehen wir vieles, was uns belastet: Kriege, Unsicherheit, Spaltung, Sorgen um die Zukunft. Viele Menschen fragen sich, was ihnen noch Halt geben kann. Ostern antwortet nicht mit einer schnellen Lösung. Aber es setzt ein Zeichen: Es gibt Hoffnung, selbst dort, wo sie kaum noch vorstellbar ist.

Vielleicht zeigt sich diese Hoffnung nicht immer im Großen.

Vielleicht beginnt sie ganz klein, in einem guten Wort, in geschenkter Zeit, in Menschlichkeit, im Mut, nicht gleich aufzugeben. Im Vertrauen darauf, dass aus Verletzlichkeit neue Kraft wachsen kann.

Der Frühling macht es uns vor: Leben bricht auf.

Ostern sagt: Auch in uns und durch uns kann Neues beginnen.

So kann diese Zeit eine Einladung sein, nicht nur auf das zu schauen, was schwer ist, sondern auch auf das, was wächst. Nicht nur auf die Krisen, sondern auf die Möglichkeiten. Nicht nur auf das Ende, sondern auf das, was Gott neu entstehen lässt.

Ich wünsche Ihnen und Euch ein hoffnungsvolles Osterfest, offene Augen für das Gute und den Mut, dem Leben immer wie zu trauen.

Gemeindereferentin Anna Rolinger