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Sommerzeit - Zeit zum Durchatmen

Ein geistlicher Impuls von Herrn Kooperator Andreas Bronder
Blick aus der Luft auf eine Wald- und Wiesenlandschaft im Sonnenuntergang
Datum:
1. Juli 2026
Von:
Andreas Bronder

Ihr Lieben!

Die Ferien haben begonnen,und obwohl die meisten von uns keine Schüler oder Schülerinnen mehr sind, hat diese Zeit doch eine ganz besondere Qualität. Sie erinnert uns daran, vielleicht auch einmal langsamer zu machen. Oder sich Zeit zu nehmen, ganz für sich selbst. Ein Bogen, der immer gespannt ist, bricht irgendwann. Ein Mensch, der ohne Pause im Stress ist, kann irgendwann nicht mehr, oder bekommt - wie wir heute sagen - ein Burn-out.

Es wird Tag, es wird Nacht, wir atmen ein, wir atmen aus. Eigentlich ist unser Leben auf Spannung und Entspannung hin ausgerichtet. Und im Schöpfungsbericht der Bibel können wir lesen, dass sogar Gott am siebten Tag geruht hat. Bleiben wir in diesem Bild: wenn Gott schon Ruhe braucht, um wie viel mehr dann auch wir.

In die Ruhe zu gehen, denn Stress loszulassen bedeutet auch: Dinge, die angeblich ohne mich nicht funktionieren, loszulassen. Manchmal denken wir, ohne uns würde sich die Welt nicht weiter drehen, oder wenn wir dies oder das nicht erlebt oder gemacht hätten, wäre unser Leben unvollständig. Ich glaube den meisten Stress machen wir uns selbst.

Dazu eine alte Anekdote: Papst Johannes XXIII. konnte nicht schlafen. Er wälzte sich im Bett herum und meinte alle Probleme der katholischen Kirche mit dabei zu haben. Aber irgendwann in der Nacht, soll ihm sein Schutzengel Folgendes ins Ohr geflüstert haben: Giovanni, nimm dich nicht so wichtig! Und danach konnte der Papst wunderbar schlafen.

Nehmen auch wir, du und ich, uns nicht zu wichtig. Das wird uns helfen den Stress leichter loszulassen und echte Entspannung zu finden.

Gesegnete, ruhige Tage wünscht Ihnen

Pfarrer Andreas Bronder